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ChatGPT vs. Claude | Der direkte Vergleich nach zwei Wochen

Eugen & Dominik

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0:00 | 47:52

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Wir haben diese Folge mit Claude vorbereitet – über Claude. Das klingt absurd. Ist aber genau der Punkt. 🤖

Eugen nutzt Claude seit fast zwei Wochen täglich und hat seinen kompletten KI-Workflow umgebaut. In dieser Folge reden wir ehrlich darüber: Was kann Claude, was ChatGPT, Copilot und Gemini nicht können? Wo ist Claude klar besser – und wo bleibt es zurück?

Von der Notion-Integration über das Projektsystem und den Pentagon-Deal bis hin zu Apps bauen ohne eine Zeile Code: Das ist ein echter Praxisbericht nach zwei Wochen – ohne Werbung, ohne PR.

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SPEAKER_01

Ich dachte auch, ich werde erstmal weiterhin ChatGPT und Cloud parallel nutzen und einfach die Ergebnisse vergleichen, aber das hat sich ganz schnell aufgelöst hat.

SPEAKER_04

Wir haben letzte Woche darüber gesprochen, dass ChatGPT uns mehr oder weniger enttäuscht durch Falschaussagen. Und das ist bei mir im Kopf so hängen geblieben, dass ich so ein kleines Misstrauen gegenüber diesem Programm habe.

SPEAKER_01

Ich würde sagen, dass gerade Leute, die sehr viel textbasiert mit KI-Tools arbeiten, egal ob es Leute sind, die im Alltag viel schreiben, E-Mails mit KI schreiben, irgendwelche anderen Texte mit KI formulieren, ich glaube, dass die bei Claude einfach sehr gut aufgehoben sind. Willkommen bei Zeit für Neues. Mein Name ist Eugen. Ich bin Dominik und in diesem Podcast sprechen wir darüber, wie KI sich auf die Gesellschaft, aber auch auf die Arbeitswelt auswirkt.

SPEAKER_04

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SPEAKER_01

Und jetzt viel Spaß und gute Erkenntnisse mit der Folge. Also es gibt zwei Gründe, warum wir beide Claude seit zwei Wochen sehr intensiv nutzen. Der erste ist, OpenAI enttäuscht gerade, also ChatGPT. Der andere, wir wollten unseren Horizont auch wegen des Podcasts etwas erweitern. Und letztes Mal haben wir ja schon erwähnt, wir haben da so eine Betriebsblindheit bekommen durch ChatGPT und die wollen wir gezielt auflösen. Überraschenderweise haben wir beide recht ähnliche Erfahrungen mit Cloud gemacht. Und vielleicht ganz kurz, wie ist deine allgemeine, wie ist deine allgemeine Haltung Cloud gegenüber, jetzt nach ungefähr zwei Wochen testen?

SPEAKER_04

Also ich habe mit Sicherheit noch nicht das gesamte Umfang von dem erforscht, was es überhaupt kann. Aber so wie ich vorher ChatGPT genutzt habe und das jetzt auf Cloud um Münze, beeindruckt mich das schon sehr, muss ich sagen. Also ich nutze seit ein paar Monaten auch Notion ganz intensiv. Naja, wobei intensiv auch wahrscheinlich zu hochgegriffen ist, aber ich nutze es definitiv häufiger als andere Tools. Und allein die Integration von Cloud in Notion, das ist so genial. Beziehungsweise andersrum. Es erleichtert mir in so vieler Hinsicht die Arbeit. Ich habe vorher mit ChatGPT zum Beispiel Skripte oder so Podcast-Folgen wie heute vorbereitet. Und dann mühevoll alles aus ChatGPT in Notion eingepflegt, dann noch schön formatiert und so weiter. Und allein dadurch, dass ich Claude in Notion integriert habe, kann ich ihm sagen, schau dir mal bitte dieses Projekt an. Genauso wie es da formatiert ist, möchte ich das ganz gerne mit dem neuen Projekt haben. Das ist in ein, zwei Minuten gemacht und das ist ja noch nicht mal ein vollständiger Prompt, das ist einfach nur, mach mal. Das ist schon genial.

SPEAKER_01

Okay, also klingt sehr begeistert, aber ich habe ehrlicherweise ähnliche Erfahrungen gemacht. Ich nutze Claud sehr intensiv. Ich dachte auch, ich werde erstmal weiterhin Chat-GPT und Claude parallel nutzen und einfach die Ergebnisse vergleichen, aber das hat sich ganz schnell aufgelöst. Also irgendwie hatten wir gesagt. Ja, bei mir ist das mittlerweile.

SPEAKER_04

Bei mir ist das mittlerweile sogar so im Kopf manifestiert, diese, wir haben letzte Woche darüber gesprochen, dass ChatGPT uns mehr oder weniger enttäuscht durch Falschaussagen. Ja, genau. Und das ist bei mir im Kopf so hängen geblieben, dass ich so ein kleines Misstrauen gegenüber diesem Programm habe.

SPEAKER_01

Ja, ich verstehe es. Man hinterfragt jede Antwort. Also das geht mir ganz genauso. Ich meine, das heißt nicht, dass ich automatisch klar 100% vertrauen muss. Muss ein bisschen aufpassen. Auch hier muss man die Antworten prüfen, aber grundsätzlich war ja der Kontrast, den wir da immer genutzt haben, war ja Cloud. Wir haben die gleiche Frage dann dort gestellt, wenn sowas aufgefallen ist, wie mit deinem Beispiel aus der letzten Woche. Und da kam dann die richtige Antwort. Und ja, bis jetzt nicht enttäuscht. Ja, das stimmt. Sollen wir vielleicht mal ein bisschen konkreter werden? Was genau macht Cloud besser? Du hast jetzt schon von der Notion-Integration erzählt. Also den Eindruck hatte ich nämlich auch, Apps, die man anbindet, egal ob es Canva ist, zum Beispiel Canva gab es ja auch in ChatGPT. Aber die Ergebnisse und wie die Tools miteinander tatsächlich interagieren und was Claude tatsächlich in dem Tool umsetzt, das sind zwei verschiedene Welten. Total. Also es gibt keine tatsächliche Integration in ChatGPT, die ich gerne genutzt habe. Also keine angebundene App.

SPEAKER_04

Total. Ich kann mich noch daran erinnern, dass wir in einer Folge wie bekloppt uns gefreut haben, dass in ChatGPT endlich Apps verfügbar sind. Und als es dann soweit war, war ich so massiv enttäuscht. Ich habe es direkt mit Canva verbunden und das Einzige, was ChatGPT macht, ist, ja, ich habe dieses Design gefunden, jetzt kannst du es weiter bearbeiten. Ja, danke für die Hilfe.

SPEAKER_01

Ja, ist wirklich so. Und hier kriegst du halt wirklich verschiedene Designvorschläge. Also ich habe das mal getestet und habe, ich glaube, irgendwie so einen One-Pager oder so für irgendwas erstellen lassen. Und hat er mir fünf verschiedene Versionen da angefertigt. Hat ein bisschen was gedauert. Ich habe das mit Cowork gemacht. Aber dann hatte ich da tatsächlich fertige Canva-Designs. Waren sie perfekt? Nein. Also würde ich sie jetzt eins zu eins übernehmen? Nein. Aber es ist eine Diskussionsgrundlage da, die du verbessern kannst.

SPEAKER_04

Total.

SPEAKER_01

Und jemand, der nicht affin mit diesen Tools ist und ich weiß nicht, zum Beispiel sich einen Lebenslauf damit basteln will, der kann das eins zu eins so übernehmen. Also da brauchst du mehr nicht.

SPEAKER_04

Ja, das finde ich auch. Was ich ganz spannend finde, ist, wenn man jetzt so diesen typischen Tech Talks zuhört, wo die richtigen Nerdys sind, die dann tief in die Analyse gehen, Benchmarken vergleichen und so weiter. Ist ja oft diese Aussage: Claude nutzt du für Code, ChatGPT nutzt du für Text, Gemini nutzt du für Bilder und so weiter. Ich finde, Claude gibt mir viel bessere Texte als ChatGPT.

SPEAKER_01

Den Eindruck habe ich auch.

SPEAKER_04

Weil, und das ist das Wichtige, finde ich, ich habe meine gesamte Konversation aus ChatGPT, die ich auch als Projekt abgelegt habe, mich zusammenfassen lassen, in ein neues Projekt in Claude reingepackt. Und jetzt in diesem Beispiel ist es jetzt dieser Podcast. Und in all diesen Chats sind auch unsere Transkripte drin. Das heißt, Claude weiß jetzt in dem Moment auch, wie wir tatsächlich sprechen. Und ich vielleicht ist es auch nur meine Wahrnehmung, aber ich würde behaupten, dass die Texte, die er mir formuliert, schon doch sehr nah daran kommen, wie ich in der Tat spreche.

SPEAKER_01

Ja, den Eindruck hatte ich auch. Also weniger verschachtelte Sätze, nicht so geschwollen formuliert. Ich finde, das klingt an vielen Stellen natürlich. Das Einzige, was mir bei Claude in den Texten aufgefallen ist, dass irgendwie zwischendrin englische Wörter einen Einzug gefunden haben. Da muss man also auch ein bisschen aufpassen. Sollte man ja sowieso bei KI-Texten jetzt nicht mit Copy-Paste arbeiten, sondern wie genau man die nutzt, haben wir ja schon mal in einer Folge besprochen. Man hat halt eine gute Diskussionsgrundlage und wenn man diese, also erstmal viel Input gibt und dann den Output ebenfalls nochmal vermenschlicht, dann kann man ja durchaus gute Texte schreiben.

SPEAKER_03

Genau.

SPEAKER_01

Aber hier ist mir einfach nur genau das aufgefallen, es haben sich immer wieder so englische Worte eingeschlichen. Fand ich interessant.

SPEAKER_04

Mir ist aufgefallen, dass der Rechtschreibfehler hatte. Das fand ich irgendwie kurios.

SPEAKER_01

Das ist wirklich kurios.

SPEAKER_04

Aber das war so markant, dass das direkt aufgefallen ist. Es ist irgendwie komisch, dass einer KI sowas passiert. Ja, das stimmt.

SPEAKER_01

Wir können ja einfach mal Claude selbst fragen, wie das sein kann. Also, wie kann es sein, dass du in deutschen Texten englische Worte und Rechtschreibfehler hast. Jetzt bin ich gespannt. Ich auch. So. Englische Wörter, das passiert manchmal, weil mein Training überwiegend auf englischsprachigen Daten basiert. Bei Fachbegriffen, das ist klar. Code-Switching ist im deutschsprachigen Raum tatsächlich sehr verbreitet. Dadurch habe ich gelernt, dass bestimmte englische Begriffe in deutschen Kontexten normal wirken. Okay. Aber vielleicht hängt es wirklich dann einfach an daran, woher oder aus welchen Daten er lernt, weil das war jetzt kein nichts, wo man üblicherweise Anglizismen nutzen könnte, was mir da aufgefallen ist. Rechtschreibfehler, das kann verschiedene Ursachen haben. Deutsche Grammatik und Orthografie sind komplex, besonders bei zusammengesetzten Wörtern, Groß-Kleinschreibung oder der SS, scharf S-Unterscheidung, mache ich gelegentlich Fehler. Ich generiere Texte wahrscheinlichkeitsbasiert. Das heißt, ich kann mich auch bei eigentlich bekannten Regeln vertun. Lange und ungewöhnliche Komposita, typisch deutsch, sind fehleranfälliger. Interessant. Also aufpassen bei den Texten.

SPEAKER_04

Sollte immer geboten sein. So ist es. Aber kommen wir mal zu den Use Cases zurück. Was war denn für dich so bisher der nützlichste Fall, den du für dich gefunden hast?

SPEAKER_01

Ja, also für mich, ich nutze KI viel für Reviews, für andere, um andere Ideen, andere Blickwinkel auf meine Arbeit zu kriegen. Und eigentlich relativ wenig so in diesem, ich sag mal, privaten Search-Bereich, deswegen kann ich darauf mich darauf beziehen. Also ich hab den Eindruck, dass wenn ich das jetzt vor allem mit OpenAI oder mit ChatGPT vergleiche, sind die Texte, also die Texte, die ich reingeb zur Prüfung. Das Feedback ist nicht wirklich gezwungen. Also manchmal hast du wirklich, gibt man gute Texte in ChatGPT rein. So, was man dann als Feedback bekommt, ist eine so verrückte Verschlimmbesserung der Texte, wo du dir denkst, wenn ich das jetzt umsetze, hat das nichts mehr mit dem Ursprungstext zu tun. Und es ist halt auch einfach dann nicht mehr das, was ich hier eigentlich machen wollte. Und den Eindruck hatte ich bis jetzt bei Claud nicht. Also ich hatte den Eindruck, da kommt wirklich konstruktive Kritik, die man, wo man sagen kann, okay, kann man drüber reden. Beziehungsweise das ist ein guter Punkt, das ist ein guter Blickwinkel. Das waren jetzt Dinge, die mir aufgefallen sind. Und ich muss sagen, die Konnektoren, die funktionieren einfach super. Und ich habe alles, also ich arbeite im Google Workspace. Das heißt, ich habe auch extrem viele Unterlagen und Daten in Drive abliegen. Und darauf zuzugreifen über Cloud, hat einfach super funktioniert. Das heißt, ich habe da einfach, statt jetzt irgendwie Bilder hochzuladen, wie ich das bei ChatGPT immer machen musste, hau ich da einfach einen Link rein und sage, prüfe die hier abgelegten Assets und wofür auch immer ich das dann haben will. Ja, guck, ob alles richtig ist oder prüf auf Rechtschreibfehler oder was auch immer. Das hat einfach reibungslos funktioniert. Ich habe immer Feedback bekommen, das komplett verständlich war, wo ich dann wusste, okay, dieses Bild mit diesem Namen in diesem Ordner abliegend, da muss man eventuell nochmal drüber gucken. Und das war für mich halt ein Game Changer. Oder ein anderes Beispiel: es hat sich ein Kunde gemeldet, also für den ich jetzt schon länger nichts mehr gemacht habe. Und da musste ich dann nochmal in alten Daten suchen, habe ich mit Claude gemacht. Hat super funktioniert. Also ich hat mir mit Sicherheit eine Viertelstunde Arbeit erspart. Und das halt in zehn Sekunden.

SPEAKER_04

Was ich noch ganz spannend finde, ist, wenn wir jetzt mal das Ganze mit ChatGPT vergleichen, wir haben uns ja auch irgendwann mal eine Personalisierung erstellt, dass der uns nicht immer schleimig vorkommt. Etwas ähnliches habe ich auch mit Claude gemacht. Was mich an ChatGPT extrem gestört hat, ist, dass er grundsätzlich jede Antwort im Prinzip mit dem Prompt begonnen hat und mir dann erstmal erklärt hat, dass ich jetzt nicht schleimig antworte, dass ich kritisch darauf antworte, wo ich bedenke, ja, ich weiß, das haben wir erarbeitet. Claude hingegen ignoriert das, aber setzt es trotzdem um. Das heißt, wenn er Kritik an meiner Aussage, an meiner Idee oder was auch immer hat, dann führt er erstmal seinen Standpunkt aus und kritisiert es danach. Ohne erstmal groß rumzulabern: von wegen, ja, wir gucken uns das jetzt mal detailliert an. Dieser typische nervige Chat, den wir alle kennen.

SPEAKER_01

Genau, es versucht nicht, einen Menschen zu imitieren. Du hast den Eindruck, du nutzt gerade einen technischen Service, der dir auf eine technische Art und Weise sachlich antwortet. Beziehungsweise nicht sachlich, sondern halt genau so, wie du es, wie du es haben willst. Du gibst einen Input rein und der erwartete Output kommt und nicht erstmal, hey, das ist eine super Frage und ich verstehe dich und das ist eine hast du clever formuliert und so, ja, das macht kurz und diese Note da versprühen und dann kommt man zur Antwort. Also, das habe ich bei Claude überhaupt nicht festgestellt.

SPEAKER_04

Finde ich extrem spannend auf jeden Fall. Witzigerweise habe ich in der letzten Folge kritisiert, dass Claude zum einen nicht dieses Advanced Voice Mode wie bei ChatGPT hat, und zum anderen in der Desktop-App kein Transkribierungstool hat. Ein Tag später habe ich die App geöffnet und es war auf einmal. Aber ich muss sagen, bei weitem nicht so gut wie bei ChatGPT.

SPEAKER_01

Ja, das stimmt, das muss man ChatGPT lassen, vor allem, dass die Transkription Wahnsinn ist. Also die Optimierung von dem, was du da reinsprichst, praktisch in Real-Time. Also der Text, der da rauskommt, ist schon ohne die ganzen Versprecher, ohne Wiederholungen, wenn man irgendwo mal neu anfängt. Also das ist schon so stark bereinigt. Das hat OpenAI, ja, habe ich bis jetzt nicht ansatzweise so gut irgendwo erlebt.

SPEAKER_04

Also ich muss sagen, ich habe es jetzt öfters bei Claude genutzt, an für sich, er erkennt jedes Wort sehr gut. Was ich spannend finde, ist, dass er so wie wir sprechen, also quasi wenn wir zwei Wörter ineinander verschlingen, so wie Wassen, dass er tatsächlich das auch so schreibt, aber dann mit Apostrophe. Finde ich ganz charmant. Aber was ich extrem blöd finde, ist, dass du keine langen Pausen machen darfst, weil dann bricht er ab und dann kannst du nicht erneut auf Aufnahmen drücken, dann musst du den Text absenden. Das finde ich wiederum blöd. Deshalb nutze ich immer noch diese Funktion bei ChatGPT, um alles einzusprechen. Kopier den Text, dann in Claude. Ist vielleicht ein bisschen degradierend für ChatGPT, aber.

SPEAKER_01

Wollte ich auch gerade sagen, starke Degradierung vom KI-Tool zum Notaker irgendwie. Aber naja. So ist das.

SPEAKER_04

Also hat jedes Tool einem seinen Platz.

SPEAKER_01

Ja, so ist das. Was ich tatsächlich jetzt noch nicht sehr viel genutzt habe, ich habe ein bisschen was dazu gelesen und mir ein bisschen was dazu angeschaut, bin aber noch nicht dazu gekommen, das jetzt selbst zu nutzen. Das ist das Thema Skills. Da würde mich interessieren, hast du dich da ein bisschen mehr mit befasst?

SPEAKER_04

Nur oberflächig tatsächlich. Oberflächig. Also Cloud ist ja so umfangreich in der Funktion, das ist Wahnsinn. Also was ich jetzt so rausgelesen habe, ist, dass Skills im Prinzip, also man kann es mit den Soft Skills bei Menschen vergleichen und Plugins, die man einbinden kann, so quasi die motorischen Fähigkeiten. Okay. Also das eine ist das Denken, das andere ist das Handeln. Finde ich extrem spannend. Ich meine, ich habe es jetzt in unserem Podcast-Projekt genutzt, sodass ich wirklich detailliert gesagt habe, ich möchte, wenn ich zum Beispiel die YouTube-Description schreibe, möchte die exakt in diesem Format haben. Und daran hält er sich dann auch. Ich muss nicht in jedem neuen Chat sagen, ich möchte das gerne so haben, so wie ich es eben vorher bei ChatGPT hatte. Obwohl ich in einem Projekt gearbeitet habe. Ich musste immer wieder sagen, bitte mach es so oder so. Das ist schon eine ziemliche Erleichterung.

SPEAKER_01

Ja, ich hatte auch selbst bei dieser Memory-Funktion bei ChatGPT das Gefühl, wenn du, ja, man konnte ja diese Prompts eingeben und er sollte sich dann das Ganze merken, zum Beispiel nicht mehr so schleimig zu antworten. Das hat dann für zwei, drei Chats ganz gut funktioniert und danach war es wieder wie ausgelöscht. Also als hätte man das niemals irgendwo hinterlegt.

SPEAKER_04

Ganz interessant finde ich auch, das habe ich letztens auf Instagram gelesen beim Kanal von Entropic, dass die die Memory-Funktion ausgeweitet haben und das nicht mehr restriktiert ist. Okay. Weil da war wohl irgendwo an einem Punkt in einem Chat, wo der quasi vergessen hat, was man sich da erarbeitet hat. Das gibt es wohl jetzt nicht mehr. Okay. Finde ich ganz spannend.

SPEAKER_01

Ja, das sollte man dann vielleicht nochmal testen.

SPEAKER_04

Ja.

SPEAKER_01

Wobei, wie gesagt, man sollte ja auch, also das, was wir vorher mit Claude gemacht haben, sollten wir jetzt nicht mit ChatGPT machen, dass wir jetzt sagen, ja, weil das gerade ein bisschen Kacke läuft, werden wir das gar nicht mehr nutzen. Sondern vielleicht sind diese Fehler zeitnah behoben, dass wir eben nicht mehr diesen falschen Output haben, diese Falschenformationen, dieses Halluzinieren, dass das eben wegfällt und das Tool gegebenenfalls nochmal spannender wird. Aber ich glaube, das hat auch viel mit der Politik bei OpenAI zu tun, weil es da ja selbst Beweise dafür gibt, dass kurz vor größeren Updates die Funktionen extra schlecht gemacht werden, damit der Kontrast zum Update nochmal krasser ist. Also ich verstehe den Hintergrund, aber irgendwie ist es halt auch dreckig. Total. Und genau. Das ist auch etwas, was ich bis jetzt, also muss man sagen, bis jetzt an Claude Schätze, das gefühlt sagt man, das ist hier ein starkes Tool und genauso möchten wir das vermarkten und nicht die, also man lässt diesen ganzen Marketing oder diesen zu starken Marketingpart weg. Das erste wirklich werbliche, was ich jetzt mitbekommen habe von dem, war.

SPEAKER_04

Bashing gegen OpenAI.

SPEAKER_01

Ja, genau, der Pentagon-Deal. Wo sie ja sehr viel besser unterwegs sind. Nee, aber das war jetzt so das Einzige, wo ich gesehen habe, das haben sie stark fürs Marketing genutzt. Aber davor und auch danach nichts anderes. Und das finde ich eigentlich auch sehr angenehm. Ja, finde ich auch.

SPEAKER_04

Das nächste, was ich ganz gerne ansprechen würde, ist, das haben wir jetzt auch beide duo intensiver, ich noch nicht so intensiv getestet, ist Cowork. Extrem spannender Bereich. Wobei ich da schon die ersten Kritikpunkte habe. Ich habe auf meinem PC zum Beispiel vier verschiedene Festplatten. Das eine ist das Systemlaufwerk, das andere Projekte, das andere für Cloud-Dienste und so weiter. Und Coburg kann leider nur auf das Systemlaufwerk zugreifen. Okay. Aktuell. Was es für mich dann wiederum nutzlos macht, weil auf dem Systemlaufwerk ist nichts drauf, außer das System.

SPEAKER_01

Okay. Ja, so einen Fall hatte ich bis jetzt noch nicht. Also ich habe mit Cowork ein paar komplexere Aufgaben angestellt. Mal ausprobiert, wo vor allem auch mehr Schritte nötig sind, wo ein Blick ins Internet nötig ist, eine Recherche nötig ist. Und ich muss sagen, ich bin ziemlich begeistert davon, wie das funktioniert. Also was ich gemacht habe, es waren dann natürlich auch immer sehr lange Prompts und sehr viel Hintergrundwissen, was man da reingegeben hat. Also ich habe dann wirklich immer von der Peak auf angefangen, habe Präsentationen als Hintergrundwissen mit reingegeben, habe die Websites hinterlegt, die mir für dieses Projekt beispielsweise wichtig sind, habe, Referenzen mit angegeben, also alles mit reingegeben, sehr umfangreiche Prompts geschrieben. Und was ich so bei den ersten Tests sehr beeindruckend fand, war, dass Claude oder Cowork diese Aufgabe erstmal durchgeht, in Schritte unterteilt, du dann schon eine Auflistung siehst, zuerst mache ich das, dann erst, dann das, dann das. Und dass dann als allererstes die ganzen Berechtigungen abgefragt werden, sodass du nicht immer wieder zwischendurch gucken musst, muss ich da jetzt irgendwas freigeben? Muss der jetzt mal in dem Browser und ich muss dem hier irgendwie eine Freigabe dafür geben? Sondern er sagt, ich brauche eine Freigabe dafür, gibst du mir die, ich brauche eine Freigabe dafür, gibst du mir die, ich brauche Zugriff hier drauf, gibst du mir den. Und du gehst das alles einmal durch, kannst auch da verschiedene Optionen wählen, für alle Browser-Aktivitäten freigeben und so weiter. Und dann kannst du das, kannst du Cowork einfach arbeiten lassen. Und das fand ich sehr, sehr beeindruckend. Auch sehr beeindruckend, wie das dann, wie das, also, oder was mir sehr gefallen hat, ist, wie das dann bereitgestellt wird. Also du bekommst dann zum Beispiel fertige Dokumente, egal ob PDF oder ich hatte auch, ich habe es mit einer Präsentation getestet. Designtechnisch komplett unbrauchbar, ja. Also so könnte ich das niemals übernehmen, aber sind wir mal ehrlich, so als, wie auch hier wieder als inhaltlich sehr, sehr gute Grundlage mit ein paar Designfehlern und vielleicht einem sehr plumpen Design, aber eine Grundlage, mit der du starten kannst, wo du nur noch verfeinern musst, perfekt ausgeführt.

SPEAKER_04

Einfach mal die weiße Seite starten. Ja, genau.

SPEAKER_01

Word-Dokumente, perfekt strukturiert, super aufgebaut, wo du wirklich, also wo du keine Textwüsten hast, sondern du hast richtig gut unterteilte Texte, du hast Zwischenüberschriften, alles in einer richtig ordentlichen Hierarchie. Also etwas, womit, was du eins zu eins so weiterleiten könntest. Sehr sauber aufbereitet. Und was mir auch gefallen hat, eine Kleinigkeit, aber du bekommst eine Zusammenfassung, was wurde gemacht, was ist das Ergebnis, und dann bekommst du das fertige Dokument. Also du wirst so gesehen darauf vorbereitet, wie als wenn dir jemand eine Mail schickt und sagt, hey, das und das haben wir gemacht, hier haben wir drauf geachtet, guck dir das doch gerne mal an, ist im Anhang. Und genauso, also fand ich sehr, sehr gut damit zu arbeiten. Ich habe mit Sicherheit nicht ansatzweise ausgereizt, was Cowork kann. Aber die ersten Tests waren sehr beeindruckend.

SPEAKER_04

Ich finde es auch in dem Zuge extrem charmant, dass wenn man jetzt an etwas arbeitet und Claude noch Rückfragen hat, man diese unten im Chatfenster tatsächlich auswählen kann, welchen Schritt man als nächstes geben möchte. Das finde ich so genial tatsächlich. Da waren teilweise Fragen oder Empfehlungen, an die ich selbst nie gedacht hätte. Genau. Aber die so simpel waren.

SPEAKER_01

Und dass du das dann auch wie so ein Multistep-Formular erstmal vorgezeigt bekommst, sondern erste Rückfrage, zweite Rückfrage, hierzu soll ich lieber so oder so, lieber so vorgehen. Und das ist einfach perfekt gemacht. Also du wirst da durchgeführt. So ein bisschen wie so ein Dummkopf, dem hier gerade die Arbeit weggenommen wird, aber an sich perfekt umgesetzt, finde ich auch.

SPEAKER_04

Also ich hatte jetzt auch nur einen kleinen Use Case für Cowork. Ich meine, ich habe mich einfach da noch nicht so richtig mit befasst, weil ich brauche einfach reelle Fälle, sonst habe ich keinen Spaß daran. Ja, verstehe ich. Und da habe ich einfach mal, dadurch, dass ich eben Notion sehr viel nutze, habe ich ein Board, wo alle unsere Projekte aufgelistet sind, eben auch in welchem Status die aktuell sind. Und da war es mir irgendwann zu lässig, jedes Mal zu gucken, welches Video ist gerade online gegangen, dann muss ich das auf Veröffentlichen klicken und so weiter. Und dann habe ich einfach einen ganz simplen Prompt an Claude gegeben und der hat dann alles aufbereitet, hat mich nach den Berechtigungen für Notion gefragt und jetzt läuft er jeden Tag um 21 Uhr, guckt sich an, was ist gerade veröffentlicht worden oder was ist heute öffentlich veröffentlicht worden und macht dann die ganze Arbeit für mich. Ja, perfekt.

SPEAKER_01

Ja. Ja, das ist auch hier, da muss ich mich auch nochmal ein bisschen tiefer einarbeiten, aber ich glaube, die Möglichkeiten sind sehr umfangreich.

SPEAKER_04

Ich glaube, wir kratzen noch nicht mal an der Oberfläche.

SPEAKER_01

Und genauso ist das ja auch mit Code. Da haben wir ja auch beide so ein bisschen rumgetestet.

SPEAKER_04

Wobei, wir müssen da so ein bisschen differenzieren. Code ist nochmal was anderes als Artefacts.

SPEAKER_01

Ja.

SPEAKER_04

Aber ich hab Artefacts genutzt.

SPEAKER_01

Okay, ja, das wusste ich nicht. Ich glaube, du sagtest Code, oder?

SPEAKER_04

Ja, ich habe mich in dem Moment vertan. Ich dachte, das wäre Teil von Claude Code.

SPEAKER_00

Okay.

SPEAKER_04

Also es geht einfach darum, ich treffe mich einmal im Monat mit Freunden zu pokern und wir waren da ein bisschen am Witzeln und man kennt es, man isst eine Runde und haut Phrasen raus und denkt sich, wir brauchen eigentlich ein Phrasenschwein. Und dann kam mir auf die Idee, so eine App, die automatisch anhand der Stimme erkennt, hier wurde gerade eine Phrase gedroppt, der muss eine Strafe zahlen. Und dann bin ich am nächsten Tag aufgewacht und dachte mir, ich probiere es einfach mal. Und es ist so easy, das ist unglaublich. Einfach nur mit, ich hab's noch nicht mal eingetippt, ich hab's eingesprochen und step für step bin ich der App näher gekommen, die ich genau so haben wollte. Das ist genial.

SPEAKER_00

Okay.

SPEAKER_01

Nicht schlecht. Ja, ich hab Code genutzt, hab's einfach mal getestet. Ich hatte jetzt keinen Use Case, ich bin kein Programmierer, ich programmiere nicht. Deswegen, ich habe es einfach mal getestet. Ich wollte wissen, kann ich irgendwie so eine Web-App damit bauen? Jetzt einfach Schritt für Schritt. Kam wieder clevere Rückfragen und dann habe ich einfach einen umfangreichen Prompt geschrieben und habe so eine Web-App praktisch, so eine Begleitung vor dem Schlafen gehen für meine Kinder, dass sie einmal da durchgeführt werden und gefragt werden, hast du das schon erledigt, das schon erledigt, das schon erledigt? Und je nachdem, was die Antworten kommen, dann halt auch verschiedene Anweisungen. Haben die das schon gemacht, haben die es noch nicht gemacht? Dann passieren halt auch unterschiedliche Dinge und wenn die praktisch da durchgeführt werden oder wenn die am Ende angelangt sind, ist das so ein schwebender Einhornkopf, der denen eine gute Nacht wünscht. Und das ich habe da fünf Minuten dran rumgebastelt, einfach nur wie gesagt, um das mal auszuprobieren. Die Kinder lieben das Ding. Also es wird bei uns jeden Abend benutzt, weil das halt einfach, es sieht wirklich gut aus, hat so einen Retro-Stil und sieht halt einfach witzig aus und führt die dann eben so auf eine interaktive Art und Weise dadurch. So haben die die Zähne geputzt, ist das Zimmer aufgeräumt, haben die das und das gemacht. Also es ist Wahnsinn. Und weil ich wissen wollte, wie gut oder schlecht ist das, habe ich auch einen Entwickler gefragt, den Daniel, den wir ja auch bald hier begrüßen werden, wie gut ist das tatsächlich? Nutzt du das überhaupt? Und er als sehr kritischer Entwickler, der Dinge immer sehr bemängelt hat, also der da immer sehr genau drauf geschaut hat, der hat gesagt, es ist wahnsinnig gut. Also es ist ein wahnsinnig starkes Tool. Viele Dinge würde er als Entwickler mit was weiß ich, wie vielen Jahren Erfahrung halt anders machen. Er sagte zum Beispiel, dass oft irgendwie so Verschachtelungen drin sind, die Aids weglassen würde, was unnötig komplex ist. Aber abgesehen davon muss ich ein Tool. Und das hat mich gewundert. Also ich dachte, wenn ich ihn frage, dann kommt jetzt so ein 5-Minuten-Monolog, wie schlecht das ist, aber nee. Es war anders als gedacht.

SPEAKER_04

Ja, interessant. Interessant sind auch die Modelle, die es dort auszuwählen gibt. Wie sind da bisher so deine Erfahrungswerte? Bei mir ist es zum Beispiel, für mich reicht Sonnet 4.6 eigentlich für 99% aller Fälle. Opus habe ich, glaube ich, bisher nur für eine tiefe Recherche genutzt. Wie ist es bei dir?

SPEAKER_01

Ja, ich habe auch Opus und Sonnet 4.6 genutzt. Ich würde auch sagen, Sonnet reicht für eigentlich alles, was ich bisher da drin gemacht habe. Ich hatte den Eindruck, dass mit Opus einfach nochmal ein bisschen mehr Tiefe da reinkommt. Ein bisschen, ja, ehrlicherweise habe ich jetzt noch nicht die Erfahrung gemacht, dass da irgendwie massive Unterschiede sind. Was wahrscheinlich aber auch daran liegt, dass ich die Use Cases einfach noch nicht hatte, wo ich gesagt habe, ihr braucht jetzt eine wirkliche Deep Research. Genau. Da finde ich, arbeitet auch Sonnet sehr akkurat.

SPEAKER_04

Also halt auch schneller, ne?

SPEAKER_01

Ja, schneller. Aber halt auch, ich hatte jetzt nicht den Eindruck, dass dadurch irgendwie geschludert wurde oder irgendwelche Informationen nicht berücksichtigt wurden.

SPEAKER_04

Ja, den Eindruck hatte ich auch. Was ich auch, du hast es vorhin schon mal angesprochen, die Konnektoren und die App-Integration. Bist du mal die Liste durchgegangen, was alles möglich ist?

SPEAKER_01

Ich bin mal so durchgehuscht, aber.

SPEAKER_04

Das ist ja unglaublich.

SPEAKER_01

Es ist halt eine überwältigende Masse an Möglichkeiten.

SPEAKER_04

Also ich habe mir ein paar rausgeschrieben, Notion, Google Drive, Gmail, Google, Kalender, Figma, Canva, Miro, Calantly, 11 Labs, Monday, Base44, Spotify, wofür auch immer. PayPal. Die Liste ist so lang, das ist unglaublich.

SPEAKER_01

Ja, das stimmt. Das stimmt. Und ja, ich weiß auch nicht. Also eigentlich müsste man mal jetzt mit diesen Konnektoren auch ein bisschen was Komplexeres mal bauen. Einfach nur, um auch hier ein Update zu geben. Also müssen wir uns mal was überlegen, was wir da anlegen. Ja.

SPEAKER_04

Sehr spannend, wenn man das jetzt im Vergleich zu ChatGPT sieht. Ich glaube, ich habe anfangs ChatGPT noch mit meinem Outlook. Ja, warte, ich muss nochmal überlegen. Ich habe es, glaube ich, mit dem Kalender und mit meinem E-Mail-Postfach verbunden. Hab's, glaube ich, eine Woche genutzt und dachte mir auch irgendwann, es ist sinnlos. Aber auch alle anderen Konnektoren waren so unfassbar, weiß ich nicht, überhaupt nicht intuitiv, überhaupt nicht sinnvoll.

SPEAKER_01

So sehr, dass ich es auch gar nicht mehr genutzt habe. Es hat einen Mehrwert gefehlt, fand ich. Und das war halt immer das Problem. Es hat tatsächlich auch Mehrwert gefehlt.

SPEAKER_04

Weil eben dann auch Berechtigungen gefehlt haben. Auch in ChatGPT kann man Notion einbinden. Und dann habe ich da immer mal wieder gefragt, hier kannst du mir das und das in Notion bearbeiten oder erstellen. Nee, dafür fehlt mir die Schreibberechtigung. Und dann fragst du dich halt auch irgendwann, ja, wofür brauche ich dich dann? Dementsprechend skeptisch war ich, als ich Cloud begonnen habe zu nutzen und da auch eben diese Integration gesehen habe. Dann dachte ich mir auch erstmal, ob das so sinnvoll ist. Dann habe ich einen ganz simplen Prompt genutzt, wirklich was völlig banales und er hat mich direkt nach der Berechnung gefragt, er hat es gemacht und ich dachte mir, oh oh, das musst du mal näher verfolgen.

SPEAKER_01

Ja, da muss man aufpassen.

SPEAKER_04

Ja.

SPEAKER_01

Sollen wir kurz über diese eben schon angesprochene Marketingaktion von Anthropic, also Claude, sprechen? Ja, gerne. Pentagon, die, vielleicht kannst du mal zusammenfassen.

SPEAKER_04

Ja, ich finde das ganz spannend. Das war stark in den Nachrichten. Die US-Regierung hat extrem Druck auf Anthropic gemacht, weil die unbedingt ihr KI-System in ihre Waffensysteme integrieren wollten. Ich finde es extrem stark, dass Anthropic da eben gesagt hat: nein, wir wollen unser System nicht in Waffensysteme haben, die autonom Menschen töten können. Die sind mit Sicherheit keine Heiligen, aber dieser Schritt ist für mich einer der Gründe gewesen, zu überlegen, OpenY oder ChatGPT zu verlassen, weil die dann eben diesen Schritt gegangen sind und diese, ich weiß gar nicht mehr, ob es Millionen oder Milliarden waren, ich glaube Milliarden an Geld eingesagt haben. Und dann eben, da können die mir erzählen, was sie wollen, dass die in ihren Nutzungsbedingungen irgendwelche Klauseln drin haben, dass das nicht funktioniert. Nach außen hin können die alles erzählen. Richtig. Es ist schon bezeichnend, dass diese Vertragsbedingungen nicht öffentlich einsehbar sind in einem öffentlichen Dienst.

SPEAKER_01

Vor allem muss man auch einfach sagen, die Kombination an Menschen, die da zusammenkommen. Also der OpenAI, wie heißt der? Sam Altman. Sam Altman. Das ist auch keiner, dem man irgendwie über den Weg traut. Naja. Du hast aber eben schon gesagt, Anthropic ist jetzt auch nicht so, also auch die haben starke Verbindungen zur US-amerikanischen Regierung. Also zum Beispiel auch nationale Labore und Geheimdienste. Ich lese das einmal hier ab. Anthropic war das erste Frontier AI-Unternehmen, das Modelle in klassifizierten Netzwerken der US-Regierung und an den National Laboratories einsetzte. Allein am Lawrence Livermore National Laboratory nutzten 10.000 Wissenschaftler Claude. Dann gibt es einen OneGof-Deal, dann ein DOD-Vertrag. Also es gibt verschiedene Verträge zwischen der US-amerikanischen Regierung und Claude. Die haben das jetzt ein bisschen größer gemacht, als es ist. So dieses, wir wollen nicht zur Massenüberwachung und so weiter beitragen. Wie sehr das dann am Ende tatsächlich so ist, weiß ich nicht. Aber trotzdem cleverer Marketing-Move, gut gemacht, mit Sicherheit auch massiv Chat-GPT geschadet. Ich habe irgendwie Berichte gelesen, dass die 36 Prozent der User haben.

SPEAKER_04

Extremst du deinstalliert. Das ist Wahnsinn.

SPEAKER_01

Das ist Wahnsinn. Aber zur aktuellen Zeit ist das natürlich auch eine total dämliche Aktion, da so in dem Bereich, wo die Menschen so gespalten sind wie noch nie, was diese ganzen Themen betrifft. Und ich glaube, hinter der US-amerikanischen Regierung auch nicht mehr so stehen, wie es vor ein paar Jahrzehnten mal war.

SPEAKER_04

Dementsprechend war es auch clever von Entropic. Ich glaube, bis Mitte April für alle Nutzer, die Nutzungsrahmen von Claude aufzuheben. Also alle Kostenlosen sowie Pro-Abonnenten können Claude unbegrenzt nutzen. Nagel mich nicht auf das Datum fest, aber ich glaube, es war Mitte April.

SPEAKER_01

Ja, irgendwie sowas, man bekommt ja auch immer diese Meldung. Die Limits sind irgendwie erweitert zwischen bestimmten Uhrzeiten und ob es jetzt Ende März oder Mitte April war, weiß ich auch nicht mehr genau. Genau. Ja, vielleicht noch einmal fairerweise, wir haben jetzt ChatGPT viel gebasht, wir haben Cloud viel gelobt, du hast angesprochen, der Voice-Mode ist bei OpenAI immer noch klar vorne. Bildgenerierung, muss man ja auch sagen, die fällt bei Cloud weg.

SPEAKER_04

Das heißt, man kann es über Umwege mit anderen Services, mit Cloud machen, aber es ist halt nicht das Gleiche.

SPEAKER_01

Es ist nicht dafür gedacht. Also irgendwie bisher ist diese Funktion einfach nicht nativ drin. Und da muss man auch fairerweise sagen, du hast in der letzten Folge erzählt, wie gut das mit ChatGPT funktioniert. Da ist der Punkt damit vorne. Jetzt muss man sagen, im Alltag, wie viele dieser Bilder generiert man. Also als Privatperson sollte man damit wahrscheinlich nicht so oft in Berührungen kommen. Ich meine, jetzt so ein Profilbild zu machen, wo man irgendwie in so einer Verpackung ist mit den Zubehörteilen, was einen so ausmacht. Okay, kann man drüber reden. Aber abgesehen davon.

SPEAKER_04

Die Statistik würde mich wirklich mal interessieren, wie viele von den privaten Usern Quatschbilder machen und Leute im professionellen Bereich wirklich ChatGPT oder Gemini oder Co-Pilot für echte Social Media oder Website-Inhalte nutzen.

SPEAKER_01

Wobei wir da wahrscheinlich keine Statistik bekommen. Weil ich meine auch viele Professionelle haben ja einfach nur diesen 20-Euro-Monats-Knartrag und dann kann man die ja gar nicht unterscheiden. Aber irgendwann kam das einfach, dass man WhatsApp aufmacht oder so. Man sieht nur noch diese komischen Figuren und denkt sich, naja, okay, ChatGPT hat den Einzug in die breite Masse gefunden. Aber okay, ja. Ja, genau. Ansonsten gibt es noch irgendwelche Schwächen, wo du sagst, da sind sie aktuell noch nicht auf einem Stand wie andere.

SPEAKER_04

Ich glaube, dafür nutze ich es aktuell noch nicht stark genug. Okay. Also was ich in meiner Recherche entdeckt habe, ist, dass sowas wie Websuche Cloud immer noch hinterherhängt. Ob es so ist, weiß ich nicht, aber Perplexity ist da wohl immer noch führend. Wobei ich sagen muss, Perplexity habe ich ein oder zweimal genutzt und seitdem nie wieder.

SPEAKER_01

Ja, geht mir genauso.

SPEAKER_04

Aber vielleicht auch da müssen wir mal wieder einen näheren Blick drauf werfen.

SPEAKER_01

Die Tools ändern sich schnell. Wir haben ja auch, aber es gab ja auch irgendwie diese, das haben die clever gemacht, irgendwie mit, war das mit Paypal, dass man irgendwie ein Jahr kostenlos erhält. Und ja, da hat man ein Jahr kostenlos die Pro-Version. Wahrscheinlich in der Hoffnung, dass viele vergessen, das zu kündigen. Aber ja, da kann man nochmal reingucken.

SPEAKER_04

Ich habe vorgestern einen Podcast von Christoph Magnussen gehört. Er hatte einen Gast, eine Redakteurin vom Handelsblatt da, die sich um das Thema KI kümmert. Und sie sagte, dass für sie der Webbrowser von Perplexity extrem hilfreich ist.

SPEAKER_01

Okay.

SPEAKER_04

Vielleicht lohnt es sich da auch mal reinzugucken.

SPEAKER_01

Sollten wir vielleicht mal testen.

SPEAKER_04

Ich meine, ich habe auch letzte Woche schon gesagt, dass die Integration von Copilot in Edge genial ist. Ich nutze es bis heute viel zu selten. Wobei ich auch da sagen muss, mir fehlen halt einfach die Use Cases, wo ich das wirklich konkret im Webbrowser nutzen könnte. Aber allein dieser eine Fall, wo ich es getestet habe, fand ich schon extrem spannend. Und wer weiß, wie Perplexity da abschneidet.

SPEAKER_01

Wobei ich auch sagen muss, es gibt ja eine Integration in Chrome von Cloud. Die habe ich jetzt auch noch nicht getestet. Ich habe sie jetzt vor ein paar Tagen mal installiert, aber ich habe sie noch nicht im realen Betrieb getestet. Hab aber sehr viel darüber gelesen, dass die wohl unheimlich gut sein soll, diese Integration. Also das müsste man auch testen. Also es sind jetzt alles so Sachen, wir reden ja hier über so zwei Wochen Erfahrung mit dem Team. Es geht alles noch sehr viel tiefer, es gibt noch sehr viel mehr Anwendungsfälle. Da muss man jetzt einfach weiter dranbleiben.

SPEAKER_04

Ich wollte vor ein paar Tagen tatsächlich mal erfragen bei Claude, ob es möglich ist, dass er auf unsere YouTube-Statistiken zugreifen kann und die automatisch in Notion übertragen kann. Diese Schnittstelle gibt es leider noch nicht. Er hat mir aber von sich aus selber dann vorgeschlagen, dass. Cowork zu nutzen, dann Google Chrome zu integrieren und dass er sich dann selber durch YouTube Studio navigiert. Dauert hat zwar etwas länger, aber ich muss es nicht selber machen.

SPEAKER_01

Ja, wenn du es vor allem terminierst, also dann bekommst du ja eh nicht mit.

SPEAKER_04

Ja.

SPEAKER_01

Nicht schlecht.

SPEAKER_04

Das müsste ich mal testen. Also das will ich auf jeden Fall am Wochenende mal machen. Und dann bin ich mal gespannt, was er mir dort liefert.

SPEAKER_01

Ja, sehr spannend. Abschließend kann man sagen, was kann man jetzt mitnehmen, Claude. Ich würde sagen, dass gerade Leute, die sehr viel textbasiert mit KI-Tools arbeiten, egal ob es jetzt Leute sind, die KI als, ich sag mal, Suchmaschine missbrauchen oder ob es Leute sind, die im Alltag viel schreiben, E-Mails mit KI schreiben, irgendwelche anderen Texte mit KI formulieren. Ich glaube, dass die bei Claude einfach sehr gut aufgehoben sind. Sehr strukturierte Texte, sehr natürlich geschrieben. Muss ich echt sagen, das hat mich sehr beeindruckt und vorher war es bei mir nicht anders. Auch bei ChatGPT war der größte Output textbasiert. Also für mich war die größte Funktion oder die am häufigsten genutzte Funktion war Text. Und da muss ich sagen, finde ich Claud deutlich besser. Das haben wir nicht erwähnt oder darüber haben wir jetzt nicht detailliert gesprochen, aber auch die Projektmöglichkeiten, beziehungsweise dieses Projektsystem von Cloud finde ich super. Da hast du mich drauf aufmerksam gemacht. Ich habe das im Anschluss auch getestet, Projekte anzulegen, Dateien zu hinterlegen, Textdateien zu hinterlegen, Informationen zu hinterlegen und hochzuladen.

SPEAKER_04

In welcher Masse.

SPEAKER_01

Ja, genau, in was für einer Masse das möglich ist und wie gut das berücksichtigt wird, ist wirklich Wahnsinn. Also, das, da muss man sagen, nutzt oder greift Claude sehr konsequent auf diese Hintergrundinformationen zurück. Ich habe das ausprobiert mit einer, ich habe eine Excel-Tabelle hochgeladen, wo es um eine praktisch eine Kosten war ein Kundenprojekt einfach nur anonymisiert und wo dann ein Kostendeckel mit eingebaut war. Das heißt, darüber dürfen wir nicht hinausgehen. Und dann habe ich in der Chatfunktion mehrere Kampagnen vorgeschlagen, habe das Budget gesprengt und wurde dann darauf hingewiesen. Und das fand ich gut und dann kam ein Alternativvorschlag, wie man das anders umsetzen könnte, ohne den Budgetrahmen zu sprengen. Also richtig genial gemacht. Was man halt sagen muss, es gibt noch so ein paar Dinge, da sind dann andere Tools stärker, wir haben keine Bildfunktion, der Voice-Mode ist stärker, man muss halt am Ende, wie bei in jedem Bereich, muss man entscheiden, wofür nutzt man KI und ist das jetzt hier die Lösung für mich oder eben nicht.

SPEAKER_04

Genauso wie bei der letzten Folge, wo wir über Copilot und Apple gesprochen haben. Da haben wir eben Copilots genau ins Visier genommen. Und wenn ihr diese Folge noch nicht gesehen habt, solltet ihr da jetzt unbedingt auch mal reinschauen. Und wir kommen jetzt auch schon zum Ende dieser Folge. Nächste Woche geht es um die Vier-Tage-Woche und ob sie durch KI eventuell möglich ist oder ob das tatsächlich nur Wunschdenken ist. Wir sehen uns in der nächsten Woche. Macht's gut. Ciao, ciao.

SPEAKER_00

Ciao, ciao.